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26.08.2008, 10:09

Herpes zoster – Reaktivierung („Gürtelrose“) unter Therapie mit Bortezomib (Velcade®): Bedeutung und Prophylaxe

Unter einer Behandlung mit Bortezomib beobachtet man zwar keine allgemein gesteigerte Infektionsneigung, aber ein gehäuftes Auftreten von Herpes-zoster Reaktivierungen (gut bekannt als „Gürtelrose“) ist bekannt.

In der kürzlich erschienen Publikation von Chanan-Khan et al. (im renommierten Journal of Clinical Oncology  2008 veröffentlicht) wird diese Nebenwirkung im Detail anhand der grossen APEX-Studie (Vergleich von Bortezomib mit Dexamethason beim vorbehandelten Multiplen Myelom) beschrieben. Die Häufigkeit der Herpes zoster-Reaktivierung wird dabei mit 13% bei Bortezomib-hältiger Therapie beschrieben.

Die Ursachen sind nicht genau bekannt. Allgemein muss beim Myelom aufgrund der insgesamt reduzierten Abwehrlage mit Infektionen gerechnet werden, aber auch im Vergleich zu Dexamethason (5%) ist die Herpes-zoster Häufigkeit bei Beortezomib-Behandlung erhöht. Von praktischer Wichtigkeit ist allerdings die Möglichkeit der vorbeugenden anitviralen Therapie. Mittlerweile wird diese auch international für Patienten, welche mit Bortezomib-hältigen Therapien behandelt werden, empfohlen. Auch eigene Erfahrungen decken sich damit, da wir unter der Prophylaxe mit Valtrex 500mg 1x täglich in den vergangenen 3 Jahren keinen einzigen Fall einer Herpes-zoster Reaktivierung mehr beobachtet haben.

Kategorie: Medizin & Forschung





Von: Univ. Prof. Dr. Johannes Drach

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